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Bücherstube

Neuerscheinung

Waldorfpädagogik und Anthroposophie

Mit etwa 1.200 Waldorfschulen und über 2.000 Waldorfkindergärten repräsentiert der aus der Anthroposophie Rudolf Steiners entsprungene Impuls die größte freie Schulbewegung weltweit. Nachdem inzwischen hundert Jahre seit ihrer Begründung vergangen sind, gibt es Anlass, sich darauf zu besinnen, was die Anthroposophie für die Waldorfpädagogik bedeutet. Aus dem Urbild ihrer Entstehung ergeben sich Aufgaben für die gelebte Praxis heute, um die Waldorfpädagogik in Gegenwart und nächster Zukunft in Stimmigkeit zu ihren geistigen Impulsen zu gestalten.

Vorwort

Die waldorfpädagogische Bewegung für das 1. Jahrsiebt steht vor ihrem 100. Geburtstag – 7 Jahre nach der Schulbewegung gründete sich der erste Waldorfkindergarten 1926 in Stuttgart. So richtig groß wurde die Bewegung, nachdem sie sich 1969 als eigenständige Vereinigung der Waldorfkindergärten gegründet hatte, Ende der siebziger und Mitte der achtziger Jahre. Während sie bis zur Jahrtausendwende stark in ihren Urimpulsen verwurzelt war, zeigten die Folgejahre in den Einrichtungen immer stärker, dass für viele Eltern nicht der anthroposophisch-pädagogische Impuls, sondern viele andere Gründe für die Wahl eines Waldorfkindergartens von Bedeutung waren und sind. Entsprechend dieser Entwicklung nehmen wir immer stärker wahr, dass die Verbindung von Waldorfpädagogik und Anthroposophie auch von manchen Erzieherinnen und Erziehern, die ohne waldorfpädagogische Ausbildung arbeiten, und von vielen Elternvorständen wenig wahrgenommen wird bzw. für sie nicht relevant zu sein scheint. Frank Linde vermag es in seiner unverwechselbaren klaren, stringenten und überzeugenden Art, uns alle daran zu erinnern, dass Anthroposophie und Waldorfpädagogik untrennbar miteinander verbunden sind. Die Fachlichkeit der Waldorfpädagogik, die Selbstverwaltung aus der Dreigliederung des sozialen Organismus heraus und die esoterische Vertiefung als Grundlage der pädagogischen Praxis machen eben den Gesamtorganismus eines Kindergartens – wie den einer Schule – erst zu einem anthroposophisch-pädagogischen Organismus. Mit dieser Schrift will die Vereinigung der Waldorfkindergärten aus ihrer Verantwortung heraus durch Übernahme der Herausgeberschaft diesen Zusammenhang in den Fokus stellen und uns alle an die Grundlagen unserer Arbeit erinnern.

Über den Autor Frank Linde

Frank Linde, geboren 1956 in Flensburg. Studium der Mathematik, Musik und Erziehungswissenschaften. Ausbildung an der Freien Hochschule Stuttgart, Seminar für Waldorfpädagogik bei Dr. Ernst Michael Kranich. Mitarbeit am Aufbau der Freien Waldorfschule Flensburg. Klassenlehrer an Waldorfschulen in Rendsburg und Tübingen. Dozent am Waldorfkindergartenseminar Hannover. Seminarleiter des Waldorferzieherseminars Kiel. Tätigkeit in Ausbildung und Fachberatung nach Wege zur Qualität. Mitglied der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und der Ersten Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum. Vorstandsvorsitzender der Ernst-Michael-Kranich-Stiftung. Zahlreiche Veröffentlichungen zu anthroposophischen Themen. Zuletzt erschienen: "Die Auferstehung im Werk Rudolf Steiners" (2015), Linde et al., „Wer ist Christus?“ (2020), „Engelwirken im Menschenleben. Anthroposophische Betrachtungen in 12 Bildern“ (Advent 2021).

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